Zinn gefragter denn je

Stehen Zinngeschirr, Zinnteller, Zinnkrüge oder Zinnvasen heutzutage immer höher im Kurs für eine Neuverwertung, waren sie früher noch beliebte Sammlerobjekte. Gerade im Bereich Recycling wird die Nachfrage auf dem industriellen Rohstoffmarkt immer größer – vor allem in China ist diese in den letzten Jahren angestiegen.
Warum? Ganz einfach: Zinn lässt sich sehr gut wiederverarbeiten und weiterverwenden. Das weiche Schwermetall besitzt mit 232 °C einen niedrigen Schmelzpunkt und lässt sich leicht gießen. So wird Zinn in der Industrie beispielsweise gerne für die Herstellung von Weißblech und als Korrosionsschutz, also als Überzug für andere Metalle, verwendet. Bei der Orgelpfeifenherstellung ist reines Zinn bereits seit Jahrhunderten sehr gefragt. Das liegt an der Eigenschaft, Vibrationen zu dämpfen, die Zinn in Verbindung mit Blei, dem sogenannten Orgelmetall, besitzt. Gerade für die Klangentfaltung der Töne ist dies sehr wichtig.
Früher war das Edelmaterial vor allem bei Jungs sehr beliebt. Sie nutzten seine weiche Eigenschaft, um sich selbst Figuren wie Soldaten aus Zinn zu gießen und zu bemalen. Aufgrund gesundheitlicher Bedenken und neuer Materialen ist dieses Hobby außer Mode geraten. Mittlerweile ist allerdings klar, dass metallisches Zinn an sich ungiftig ist. Einige organische Zinnverbindungen, wie man sie etwa in Antifouling-Farben bei Schiffen findet, sind hingegen hochtoxisch; deren Einsatz ist bereits seit 2003 in der EU verboten.

Zinn verkaufen und erkennen

Wer also zu Hause Zinn in jeglicher Form besitzt, kann dieses gerne und sicher an uns verkaufen. Der Preis errechnet sich auf Basis des aktuellen Ankaufswerts. Derzeit liegt dieser durchschnittlich bei 11 Euro. Für den genauen Preis ist am Ende der tatsächliche Zinnanteil entscheidend. Die meisten Gebrauchtgegenstände haben einen Zinngehalt von über 90 Prozent, der Rest besteht meist aus Metall-Legierungen wie Zink, Kupfer, Blei oder anderen Nichteisenmetallen. Bei Zinngeschirr mit weniger Zinngehalt liegt der Preis dementsprechend. Wer sich unsicher ist, ob Kerzenleuchter, Krüge & Co. aus Zinn bestehen, kann das selbst erkennen.

Grundsätzlich besitzen Gegenstände aus Zinn einen typisch silbrig-weißen Glanz. Da dieser sich allerdings im Laufe der Zeit auch verändern kann, gibt es einen einfachen Trick: Mit etwas Kraftaufwand lässt sich ein Zinn-Gegenstand verformen. Schlägt man ihn an einer Ecke an, bleibt bei Zinn eine Beule; bei Blei sieht man einen Riss; und besteht der Gegenstand aus Zink, federt dieser zurück.

Wenn Sie also Zinngeschirr verkaufen wollen oder weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen jederzeit sehr gerne zur Verfügung.