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4. August 2018 13:43 Uhr

Der Gold- und Silberpreis stürzt ab

Obwohl die anhaltende Griechenland-Krise und die Börsenabstürze in China den Anleger in Unruhe versetzen, steht der Gold und Silberpreis trotz dessen mächtig unter Druck. Mitte 2011 (zum Rekordhoch) konnte man z.B. eine Unze (31,1 Gramm) Feingold so ziemlich genau für 1300 € bzw. Feinsilber für 29,00 € ankaufen, besser gesagt verkaufen. Mitte 2015 hingegen stürzt der Ankaufs- als auch der Verkaufspreis für Feingold auf 970 € (je Unze) und Feinsilber bei 15 € (je Unze). Somit hat der Handelspreis für eine Anlagemünze aus Gold oder Silber (z.B. Wiener Philharmoniker, American Eagle, Maple Leaf etc.) um mehr als 30 Prozent nachgegeben. Trotz dessen, dass der Euro dem Dollar zur Zeit deutlich an Wert einbüßt, hat sich der Ankaufspreis bzw. Verkaufspreis für Gold und Silber im vergangenen halben Jahr um mehr als 10 Prozent verbilligt. Die großen Zeiten des Goldes und des Silbers liegen schon einige Zeiten zurück.

Die Finanzkrise 2007/2008 hatte dem Gold- und Silberpreis einen enormen Schub verliehen. Privatleute, Investoren oder auch Anleger die Angst um Ihr Geld bei der Bank hatten, schichteten einen Teil in den Goldmarkt um. Zudem spitzte sich die Schulden- krise in Europa dramatisch zu und befeuerte den Handelspreis für Gold und Silber zusätzlich. Demzufolge stiegen, um bei dem Beispiel der Anlagemünzen Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, American Eagle etc. aus Silber oder Gold zu bleiben, die Absatzzahlen um deutlich mehr als 120 Prozent. Mittlerweile haben die Ängste vor einer Inflation oder einem Zusammenbruch des Geldsystems jedoch stark nachgelassen. Damit entfällt ein wesentliches Argument für einen steigenden Gold- und Silberpreis, da die Edelmetalle als eine gute Sicherheitsvorkehrung gegen die Inflation gelten.