Urban Mining – verantwortungsvoll in die Zukunft!

Heutzutage ist der schonende Umgang mit unseren Ressourcen ein sehr wichtiges Thema. Nicht nur aus Umwelt- und Klimaschutzgründen, sondern auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und sozialer Aspekte. Die intelligente Auseinander- setzung mit unseren Rohstoffen macht Sinn. Denn war früher die Gewinnung von Edelmetallen sehr mühsam und ihr Preis daher sehr hoch, werden heute die Rohstoffe unserer Erde wie Gold, Silber und Zinn immer knapper. Nun treten andere Beschaffungsquellen wie Urban Mining in den Fokus.

Doch was genau versteht man darunter?


Gemeint ist nichts anderes als die „Wiedergeburt“ eines Rohstoffes. Urban Mining beruht auf der Idee, aus den Unmengen an städtischen Abfällen Rohstoffe zu gewinnen und diese dann wiederzuverwerten. Der Ausdruck Urban Mining stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt: Bergbau in städtischen Gebieten. Dieses Prinzip fällt auch unter den Oberbegriff Recycling. Eingesammeltes Altgold oder Altsilber, wird sortiert und wieder aufbereitet. Zum Beispiel löst man Gold, Silber und Zinn aus alten weggeschmissenen Handys oder versilbertem Besteck, fügt das gewonnene Material wieder zusammen – so können dann daraus ganz neue Produkte hergestellt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Das funktioniert mit Plastik, Glas, Papier und insbesondere auch mit Edelmetallen, wie Platin, Palladium, Gold, Silber und Zinn.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Durch Urban Mining verbraucht man keine neuen Rohstoffe aus der Erde, spart Kosten für die Müllentsorgung und schont zusätzlich noch -durch eine verminderte Umweltbelastung- das Klima. Darüber hinaus wird durch die Rückgewinnung von bereits eingesetzten Rohstoffen die Abhängigkeit von steigenden Rohstoffpreisen verringert; indirekt werden auch soziale Aspekte berücksichtigt und beispielsweise Menschenrechtsverletzungen bei Minenarbeitern vermieden.

Edelmetalle zirkulieren in Millionen von Produkten, Wert- und Schmuckobjekten, die nicht mehr in Gebrauch sind. Dazu zählt gesammeltes Altsilber, in Form von Silberschmuck, Silbermünzen und alte Silberbestecke genauso wie versilbertes Besteck, Tafelsilber, Zinngeschirr und Hotelsilber. Auch in Abfall aus der industriellen Be- und Verarbeitung von Edelmetallen findet man sie. Genau dieses Sekundärmaterial gilt es zu verarbeiten, um verantwortungsvoll in die Zukunft zu gehen.