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8. März 2018 17:50 Uhr

Warum läuft Silberbesteck an?

Silberbesteck ist ja an sich eine feine Sache. Es glänzt und macht deswegen was her. Aber nichts hält ewig und so auch nicht der Glanz von Silberbesteck. Nach einer gewissen Zeit laufen die Besteckteile schwarz an und machen dann gar nicht mehr so viel her, im Gegenteil. Besser, man verstaut sie dann klammheimlich in der Besteckschublade. Aber wieso passiert das eigentlich? Silber reagiert wie alle Metalle auf äußere Einflüsse. Eisen zum Beispiel rostet, wenn es länger mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Silber dagegen reagiert auf die Stoffe, die im Essen enthalten sind. Auch wenn es sich nicht gerade appetitlich anhört, in einem Frühstücksei etwa ist Schwefelwasserstoff enthalten (natürlich nur ganz geringe Mengen). Wenn nun der Schwefel-wasserstoff auf das Silber trifft, entsteht Silbersulfid. Das ist diese unangenehme schwarze Ablagerung, die gemeint ist, wenn davon gesprochen wird, dass Silber anläuft. Als wär das nicht schon schlimm genug, entsteht beim Kontakt von Silberbesteck mit Nahrungsmitteln, die Schwefelwasserstoff enthalten, auch noch Schwefel. Schwefel hat einen üblen Geruch und dieser Geruch entsteht mit der Zeit dann auch beim Besteck. Generell ist Silberbesteck also eher als Statussymbol geeignet denn als Essinstrument, da viele Speisen, wie Fisch, oder Früchte wie Hülsenfrüchte schnell diese erwähnten Ablagerungen verursachen. Als Mittel dagegen kommt nur in Frage, das Silberbesteck von Zeit zu Zeit zu reinigen, was aufwendig ist, denn nicht alle Spülmaschinen sind für Silberbesteck geeignet. Was bleibt, ist die Besteckteile luftdicht zu lagern. Und dann kann man sie eigentlich auch gleich in die Besteckschublade verbannen …